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Warum Selbstwirksamkeit
dir inneren Frieden bringt

Was bedeutet Selbstwirksamkeit und innerer Frieden

Eine Freundin beschreibt es mir so: Ich komme zur Ruhe. Meine Gedankenkreisel lassen nach. Dann fühle ich Frieden mit mir und der Welt. Dabei bin ich ruhig und reagiere gelassen. Vielleicht sogar humorvoll. Ich spüre meine Verantwortung ohne mich davon überwältigt zu fühlen. In mir ist Zuversicht und Freude. Keine überschwängliche, sondern eine stille. Eine, die unabhängig von Bedingungen ist. Es ist egal, was gerade ist. Alles ist gut so. Ich fühle Kraft und kann meine Dinge in Ruhe regeln. Das ist Selbstwirksamkeit.

Gibt es etwas, das du hier noch hinzufügen könntest? Dann schreibe es bitte in den Kommentar.

Selbstwirksamkeit – Dinge aus eigener Kraft lenken können

Selbstwirksam sein bedeutet, dass du weitgehend unabhängig von außen bist, wenn es um dein Wohlbefinden geht. Du weißt, was du brauchst, was dir guttut und wie du es erreichen kannst. Gleichzeitig kannst du auch verzichten, ohne zu leiden. Und durchhalten, wenn Dinge sich nicht sofort erfüllen können. Du gestaltest dein Leben selbst, so weit das nur möglich ist.

Mit dem Erleben von Selbstwirksamkeit kannst du dein Leben mit Freude und in Frieden leben.

Was ist dann das Gegenteil der Selbstwirksamkeit

Das ist die Opferhaltung. Du gibst allen anderen die Schuld an deiner Lage. In diesem Zustand bist du unfähig, Dinge zu steuern. Dafür zu sorgen, dass du bekommst, was du brauchst. Das macht dich abhängig.

Ob andere dir geben, was du brauchst, oder nicht, das hängt nicht von dir ab. Du bist ausgeliefert. Das macht enormen Stress, denn du bist immer auf den Goodwill von anderen Menschen angewiesen. Gerätst du in einen Konflikt, bist du darauf angewiesen, dass jemand anders die Dinge wieder in Ordnung bringt. Hast du ein Bedürfnis, brauchst du jemand, der dir das freiwillig erfüllt. Du brauchst andere Menschen und wirst dabei zum Spielball der äußeren Umstände.

Das kommt daher, weil du in diesem Zustand keine Verantwortung für dich und dein Leben übernimmst. Wenn du unzufrieden bist, beschwerst du dich über andere. Wenn du nicht bekommst, was du willst, wirst du wütend. Das alles macht dich in der Summe sehr unglücklich. Sogar depressiv. Von innerem Frieden oder Freude kann keine Rede sein. Davon bist du weit entfernt. Dein Hauptgefühl im Leben ist die Angst. Und vielleicht noch Ärger.

Wie entsteht der Mangel an Selbstwirksamkeit

Die wird schon sehr früh angelegt.

Wenn du als kleines Kind die Erfahrung machst, dass deine Umwelt auf dich reagiert und du die Menschen um dich herum dazu bringen kannst, deine Bedürfnisse zu erfüllen, dann hast du eine gute Grundlage für Selbstwirksamkeit. Du lernst mit der Zeit, dass du deine Welt steuern kannst. Du kannst selbst etwas tun, damit es dir gut geht.

1. Die Resonanzkette ist unterbrochen

Wenn das Gegenteil der Fall ist und deine Umgebung nicht adäquat auf dich reagiert, legt das den Grundstein für die Opferhaltung. Du erfährst immer wieder, dass – egal, was du versuchst – deine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Es scheint Zufall zu sein, wenn sich jemand um dich kümmert. Die Verbindung von „ich schreie und dann kommt jemand und hilft mir“ ist unterbrochen. Es heißt „Ich schreie. Ich fühle mich allein. Ich versuche mich bemerkbar zu machen. Ohne Erfolg. Ich gebe auf“. Und irgendwann kommt jemand. Da gibt’s jedoch keinen Zusammenhang mit dem Schreien mehr. Es ist Zufall.  

Dieses Kind fühlt sich als Opfer der Situation. Der Umstände. Es ist den Launen der anderen ausgeliefert. Davon hängt sein Überleben ab. Das erzeugt Angst.

Diese Erfahrung wird zu einer geistigen Gewohnheit. Das Kind hat auch später, wenn es erwachsen geworden ist, das Grundgefühl, nichts für sein eigenes Wohlbefinden tun zu können. Es ist immer noch abhängig von anderen Menschen und ihnen ausgeliefert. Entsprechend kann es sich nur über andere beschweren, anstatt die Dinge in die Hand zu nehmen.

2. Der Erfahrungsraum ist nicht vorhanden

Es kann auch sein, dass das Kind immer wieder gestoppt wurde, wenn es Dinge ausprobieren wollte. Vielleicht waren die Erwachsenen gestresst. Vielleicht konnten sie nicht verstehen, welche wichtigen Entwicklungsschritte ihr Kind gerade machen wollte. Das Kind muss Erfahrungen machen und Dinge ausprobieren dürfen. Denn dabei entsteht Sicherheit. Das Kind lernt, dass es Dinge begreifen und verstehen kann. Und letztendlich auch verändern. Wenn diese Erfahrung fehlt und das Kind keinen Raum hatte für eigene Erfahrungen und Entscheidungen, dann traut sich das Kind nichts mehr zu. Es verliert seine Neugierde und seinen Entdeckerdrang. Der Erwachsene, der später daraus wird, traut sich nicht, Dinge auszuprobieren.

Das erzeugt das Gefühl von Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und Frust. Den Frust lädt er dann auf andere ab. Beschuldigungen und Beschwerden werden zu einer gewohnten Verhaltensweise und prägen sich tief in den Geist ein. Da auch Beschwerden nichts ändern, verstärkt das den Frust. Und damit wieder die Beschwerden. Das ist eine Negativ-Spirale. Aus der ist nicht so leicht herauszukommen.

3. Die Entscheidungsfreude hat einen Knacks bekommen

Es kann aber auch so sein, dass das Kind eigene Erfahrungen gemacht hat, die ihm fast das Leben gekostet hätten. Auch das kann eine Grundlage von mangelnder Selbstwirksamkeit sein. Das Kind hat gelernt, dass es besser nichts aus eigenem Antrieb tut, weil das lebensgefährlich sein kann. Es hält sich zurück und verlässt sich lieber auf die Anweisungen der Erwachsenen. Wenn es erwachsen ist, hat sich auch diese Gewohnheit im Geist festgesetzt. Der Erwachsene ergreift dann keine Eigeninitiative, sondern er überlässt das anderen. Wenn die Dinge sich dann aber nicht so entwickeln, wie er sie sich wünscht, macht er logischerweise die anderen verantwortlich. Auch das erzeugt Frust und mündet in eine Opferhaltung. Die Ursachen dessen sind meist nicht mehr bewusst.

Wie du dich aus der Opferhaltung herausarbeiten und in die Selbstwirksamkeit gehen kannst

Zunächst ist es wichtig, dass du dich selbst beobachtest. Beschreibe dein Lebensgefühl, suche dafür ein paar Eigenschaftsworte, die dein Leben treffend beschreiben könnten. Dann lies sie mit etwas zeitlichem Abstand nochmal. Was fällt dir dabei auf? Ist deine Beschreibung eher positiv oder negativ?

-> Sammle Kieselsteine

Wie häufig bist du in deinem Alltag unzufrieden? Wie oft kommt es vor, dass du dich über jemanden beschwerst? Du kannst dir jedes Mal, wenn dir das auffällt, ein Kreuzchen auf einen Tageszettel machen oder einen Kieselstein in ein Glas legen. Zähle am Ende jeden Tages, wieviel Kreuzchen oder Kieselsteine du „gesammelt“ hast. Sind es viele?

-> Formuliere aktiver

Mach dir Gedanken dazu, was dich zufrieden machen würde. Das ist ein wichtiger Punkt. Erlaube dir dabei aber nicht, zu denken, dass jemand anders das erfüllen müsste. Ein Beispiel, wie du’s NICHT machen sollst: „Ich wär zufriedener, wenn du mir mehr Beachtung schenken würdest“. Formuliere das so: „Es macht mich zufrieden, wenn ich spüre, dass ich wirklich im Kontakt mit anderen bin“. Auf diese Weise formuliert kommst du schon näher an das heran, was DU SELBST tun kannst, um zufriedener zu sein. In dem Fall heißt das, dass du dafür sorgst, Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen.

-> Schau von außen auf dich

Betrachte dich selbst mit innerer Distanz. So als wenn du jemand anderen beobachten würdest. Schaue auf diesen Menschen (auf dich) voller Mitgefühl. Sieh in welchen Mustern dieser Mensch gefangen ist. Sie auch, wie wenig Raum im Geist dieser Mensch hat. Habe Mitgefühl für dessen Verzweiflung und Not.

-> Schenk dir Liebe

Und nun versuche einen kleinen Schritt aus deiner Komfortzone herauszugehen. Schicke diesem Menschen (dir selbst) eine starke Welle von Liebe und Vertrauen. Stell dir vor, er (du) beginnt nun endlich, sein Leben in die Hand zu nehmen. Ein Stück Verantwortung dafür zu übernehmen, wie er sich fühlt. Beobachte ihn. Was tut er als erstes?

-> Schenk dir Wertschätzung

Nun betrachte ihn (dich) weiter aus dieser Distanz heraus. Was hat er für gute Eigenschaften? Was kann er gut? Schenke ihm (dir) Wertschätzung.

-> Schreib ne Liste über deine Erfahrungen von Selbstwirksamkeit

Und nun setze dich mit einem Blatt Papier hin. Schreib dir eine Liste mit allem, was du in deinem Leben schon geschafft hast. Was hat sich bereits so entwickelt, wie du es dir gewünscht hast? Und was hast du schon alles nach deinen Wünschen verändern können.

-> Mache dir deine Werte bewusst

Was sind deine höchsten Werte? Wem oder was möchtest du dienen und dein Leben verschreiben? Was soll mal auf deinem Grabstein stehen?

Schreibe in den Kommentar, welche Methode dir am besten geholfen hat. Womit konntest du dein Gefühl von Zufriedenheit und innerer Ruhe am besten erzeugen? Was war wichtig dabei?

Hanne Demel

Hanne Demel

Hanne Demel arbeitet seit 25 Jahren psychotherapeutisch und als Coach für Unternehmer. Ihr Schwerpunkt sind emotionale Themen. Sie lebt in Zell bei Würzburg.

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